FAQs, Wunschkind Klinik Dr. Brunbauer, 1010 Wien

Häufige Fragen - Faqs

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Die Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit sind vielfältiger Natur. Generell wird der Kinderwunsch von vielen Paaren heute hintangestellt, weil Ausbildung und Beruf zunächst vorrangig von Interesse sind. Das biologisch beste Alter für eine Schwangerschaft ist häufig schon vorbei, wenn der Wunsch nach einem Kind stärker wird.

Bei der Mehrheit der Kinderwunschpaare liegt bei einem oder beiden der Partner eine körperliche Beeinträchtigung vor, die eine Schwangerschaft verhindert.

Bei den Frauen sind das vor allem verschlossene Eileiter, Endometriose und das PCO-Syndrom.

Bei Männern verursachen in erster Linie Störungen bei der Samenzellbildung und beim Spermientransport Fertilitätsprobleme.

Negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben zudem seelische Belastungen, Dauerstress, starkes Über- oder Untergewicht, übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum, Drogen, exzessiver Sport, schwere Arbeit, vitaminarme Ernährung und hohe Strahlenbelastung. Auch durchgemachte Infektionen, wie zum Beispiel Mumps, können die Samenqualität vermindern.

Die moderne Reproduktionsmedizin bietet, je nach Situation, mehrere Verfahren, um eine Schwangerschaft zu erreichen. Dazu gehören die Insemination und die verschiedenen Formen der künstlichen Befruchtung (IVF, ICSI, P-ICSI).

Jede Kinderwunschbehandlung startet mit einem ausführlichen Erstgespräch.

Danach werden sorgfältige Untersuchungen durchgeführt, mit denen wir die Ursachen dafür feststellen, warum es bei Ihnen nicht auf natürlichem Weg klappt. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse legen wir einen individuellen Behandlungsplan für Sie fest und besprechen ihn genau mit Ihnen. Je nachdem, welche Behandlung für Sie passt, nehmen wir die einzelnen Behandlungsschritte vor und begleiten Sie in dieser Zeit aufmerksam und verständnisvoll.

Eine gute Kinderwunschklinik muss Ihr Vertrauen genießen.

Eine Kinderwunschbehandlung stellt die meisten Paare vor eine große Herausforderung. Daher ist es wichtig, dass das Sie behandelnde Team nicht nur über die neuesten medizinischen Kenntnisse, umfangreiche Erfahrung und die modernste technische Ausstattung verfügt. Es ist auch von enormer Bedeutung, dass Sie sich in Ihrer Kinderwunschzeit gut beraten und unterstützt fühlen.

Ihre Kinderwunsch-Klinik sollte Ihnen daher ein familiäres und persönliches Ambiente bieten, in dem Sie und Ihr Partner sich uneingeschränkt wohl fühlen. Und nicht zuletzt sollte sie eine hohe Schwangerschaftsrate haben.

Leider keine. In den meisten Ländern wird die ungewollte Kinderlosigkeit nicht als Krankheit gesehen und fällt daher nicht unter die Leistungspflicht der Krankenkassen. Seit dem Jahr 2000 gibt es den österreichischen IVF-Fonds, der unter bestimmten Voraussetzungen rund 70 % der Kosten für eine Kinderwunschbehandlung übernimmt.

Da wir in der Wunschkind-Klinik in der Anfangsphase keinen Vertrag mit dem IVF-Fonds haben, bieten wir unseren Patienten in Kooperation mit der Santander-Bank ein Finanzierungsmodell an.

Damit eine Schwangerschaft entsteht, müssen viele komplexe körperliche Prozesse aufeinander abgestimmt laufen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung unterstützt den Körper dabei. Dagegen kann sich eine vitaminarme Ernährung negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Ja, wenn er nicht exzessiv betrieben wird. Bewegung ist gesund und fördert das Wohlbefinden. Übermäßig betriebenes Training allerdings wirkt sich nachteilig aus. Wenn Sie Extremsport betreiben, ist eine Pause oder zumindest eine Reduktion Ihres Trainingspensums während der Kinderwunschzeit empfehlenswert. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten, wie Joggen, Walken oder Schwimmen sowie Yoga. Achtung Doping: Testosteronpräparate reduzieren deutlich die Spermien-Produktion!

Kinderwunschpaare entscheiden sich als Paar für Nachwuchs und sollten daher auch gemeinsam an der Erfüllung dieses Wunsches arbeiten.

Für Männer gilt dementsprechend genauso, dass gesunde Ernährunghilfreich und Nikotinkonsum von Nachteil. Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrer Partnerin, zeigen Sie sich verständnisvoll und tolerant. Werten Sie die ungewollte Kinderlosigkeit nicht als persönliches Versagen. Wenden Sie sich gemeinsam mit Ihrer Partnerin an eine Kinderwunschklinik Ihres Vertrauens und nutzen Sie die Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin.

In der Regel erwarten 60% der Paare nach sechs Monaten ein Kind. Nach zwölf Monaten sind 80 % der Frauen schwanger. Aber nicht in jedem Fall gehen die Pläne so auf. Deshalb setzen wir auf zusätzliche unterstützende Maßnahmen wie z.B.: Akupunktur, Yoga und Behandlungen zur Entspannung gegen Ängste ein, die die Chancen schwanger zu werden weiter erhöhen. Wir helfen Frauen mit großer Leidenschaft dabei, endlich ein Baby zu bekommen.

Die WHO hat definiert, dass nach einem Jahr regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung eine natürliche Schwangerschaft eingetreten sein sollte. Ab dann ist die natürliche Wartezeit überschritten. Kommt es trotz einer längeren Phase ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht zu einer Schwangerschaft, ist eine Abklärung der Ursachen ratsam.

Kinderwunschpaare, die älter als 38 Jahre sind, sollten uns bereits nach einer Wartezeit von sechs Monaten aufsuchen und den Ursachen auf den Grund gehen. Zögern Sie nicht unsere professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit eigenen Eizellen schwanger zu werden ist bis zum 45. Lebensjahr möglich, besonders wenn man zuvor noch kein eigenes Kind bekommen hat. Hat man jedoch bereits ein oder mehrere Kinder, so ist eine Schwangerschaft auch nach 45 noch möglich. Dr. Brunbauer erlebte bereits Schwangerschaften mit bis zu 47 u. 48 Jahren. Ist auch dieses Alter überschritten, ist nur mehr eine Eizellspende möglich.

 

Unerfüllter Kinderwunsch

Wenn nach einem Jahr regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung keine Schwangerschaft eintritt, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Ab dann ist die natürliche Wartezeit überschritten.

Kinderwunschpaare, die älter als 38 Jahre sind, sollten bereits nach einer Wartezeit von sechs Monaten einen Arzt aufsuchen und den Ursachen auf den Grund gehen.

Die Abklärung erfolgt stufenweise. Der erste Schritt ist stets ein ausführliches Erstgespräch. Dabei sprechen wir unter anderem über bisherige Krankheiten und Therapien, aktuelle körperliche Beschwerden und Ihr Sexualverhalten. Danach nehmen wir, je nach Ihrer individuellen Situation, verschiedene Untersuchungen vor, z. B. einen Eileiter-Ultraschall (HYCOSY).

Sehr viele Ursachen führen zu Unfruchtbarkeit oder Fruchtbarkeitsstörungen. Bei Frauen sind es oft hormonelle Probleme, die Funktionsstörungen der Eierstöcke oder eine Störung der Eizellreifung erzeugen. Die häufigsten Ursachen für Fruchtbarkeitsstörungen oder Unfruchtbarkeit bei der Frau sind verschlossene Eileiter, Endometriose und das PCO-Syndrom. Aber auch anatomische Gründe oder Hormonveränderungen und Stoffwechselprobleme können Schwierigkeiten verursachen.

Die häufigsten Fruchtbarkeitsstörungen bei Männern sind Störungen der Samenzellbildung, des Spermientransports, ein unzureichender Harnblasenverschluss, Antikörper-Bildung sowie hormonelle und genetische Störungen. Außerdem beeinträchtigen Allgemeinerkrankungen der Nieren, der Leber oder des Herzens sowie Stoffwechselstörungen die Fruchtbarkeit. Auch Infektionen (z. B. Mumps) können nachhaltig die Samenproduktion vermindern.

Eine ganze Reihe von Risikofaktoren können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken: Seelische Belastungen, Dauerstress, starkes Über- oder Untergewicht, übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum, Drogenkonsum, exzessiver Sport, schwere Arbeit, vitaminarme Ernährung sowie hohe Strahlenbelastung.

Die Zeugungsfähigkeit kann durch Überhitzung oder Unterkühlung der Hoden beeinträchtigt werden. Enge Hosen drücken den Hodensack eng an den Körper, wodurch es zu einer Überwärmung kommen kann.

Allerdings ist es wissenschaftlich nicht belegt, dass enge Hosen allein zu Unfruchtbarkeit führen.

Mumps ist eine Kinderkrankheit, die üblicherweise im Alter zwischen fünf und neun Jahren auftritt. Erkranken Männer nach der Pubertät an Mumps und entsteht dadurch eine Hodenentzündung, kann dies die Fruchtbarkeit einschränken. In seltenen Fällen kommt es zum Verlust der Fruchtbarkeit.

Körper und Geist sind eine Einheit. Ist ein Teil dieser Einheit beeinträchtigt, beeinflusst dies auch den anderen.

Bei der Mehrheit der Paare liegen dem unerfüllten Kinderwunsch körperliche Ursachen zugrunde. Die Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche aber beeinflussen die Situation. Daher sollte das seelische Wohlbefinden im Zuge einer Kinderwunschbehandlung nicht außer Acht gelassen werden. Im Gegenteil: Kinderwunschpaare, die aktiv an Ihrem Wohlergehen arbeiten, können ihre Kinderwunschzeit positiv beeinflussen.

Eine gute Kinderwunschklinik zeichnet sich aus durch:

  • Ein hochmotiviertes und jahrelang erfahrenes Team, auf das Sie zählen können.
  • Einen wertschätzenden, persönlichen und familiären Umgang.
  • Experten in der Kinderwunschbehandlung, die auf Ihre spezielle Situation eingehen und die für Sie optimale Lösung ausarbeiten.
  • Aktuellstes medizinisches Wissen kombiniert mit modernster Technologie und der Erfahrung aus der täglichen Praxis.
  • Profunde, ergänzende Unterstützung durch Maßnahmen wie TCM, Akupunktur oder Ernährungsberatung.
  • Psychologische Begleitung auf Ihrem Weg zum Wunschkind.
  • Eine transparente Verrechnung der Kosten.

Und natürlich sollte sie eine hohe Schwangerschaftsrate haben und Ihr Vertrauen genießen.

Diagnostik

Das Erstgespräch dient dem Kennenlernen, dem Abklären Ihrer medizinischen Vorgeschichte und dem Erarbeiten einer Strategie für Ihre weitere Behandlung. Tragen Sie zum Gelingen Ihres ersten Gesprächs mit uns bei, indem Sie alle vorhandenen Befunde mitbringen. Nutzen Sie unsere „Checkliste für das Erstgespräch“ für Ihre Vorbereitung. Dieser erste Termin mit uns gibt Ihnen die Möglichkeit, Themen und Fragen, die Sie beschäftigen, anzusprechen. Sie können Ihre Erwartungen formulieren und Ihre Wünsche äußern.

Uns ist es wichtig, dass Sie sich bei uns gut beraten, bestens behandelt und insgesamt wohl fühlen.

Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab.

In die Diagnostik einbezogen werden Mann und Frau. Wir besprechen alle notwendigen Untersuchungen im Detail mit Ihnen und informieren Sie über den Ablauf. Mögliche Untersuchungen sind eine Ultraschall-Untersuchung der Frau, die Bestimmung des Hormonstatus der Frau, die Überprüfung der Eileiter-Durchgängigkeit (HyCoSy) sowie ein Samentest (Spermiogramm) beim Mann.

In der Regel führen wir im Zuge des Erstgesprächs eine Ultraschall-Untersuchung bei der Frau durch, um einen ersten Einblick in Ihre Situation zu erhalten.

Die sogenannte Hydro Contrast Sonography (HyCoSy) ist eine nahezu risikolose und schonende Untersuchung. Sie dauert rund fünf bis zehn Minuten. Dabei können leichte, menstruationsartige Schmerzen auftreten, die schnell wieder abklingen.

Nein, die Untersuchung wird ambulant, ohne Narkose durchgeführt.

Nein, in der Regel bleiben die Untersuchungen komplikationsfrei. In sehr seltenen Fällen kommt es in Folge einer HyCoSy zu allergischen Reaktionen auf das Kontrastmittel oder zu einer Gebärmutterentzündung.

Prinzipiell wäre das möglich, wir bevorzugen aber, wenn die Samenprobe bei uns in der Wunschkind-Klinik gewonnen wird. Wir stellen Ihnen dazu einen diskreten Raum zur Verfügung, in dem Ihre Privatsphäre gewahrt bleibt.

Der Hauptgrund ist, dass zwischen Samenerguss und Untersuchung des Spermas nicht mehr als 60 Minuten vergehen dürfen. Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Außerdem dürfen nur Spezialbehältnisse verwendet werden, damit keine Verunreinigung der Samenprobe passiert.

In der Klinik sind die optimalen Bedingungen erfüllt, um einen genauen Samenbefund zu ermöglichen.

Wir untersuchen das Spermiogramm zügig. In der Regel erhalten Sie die Ergebnisse nach 30 Minuten.

Eggfreezing

Beim Egg Freezing oder Social Egg Freezing lassen junge Frauen ihre Eizellen einfrieren. Dadurch stehen sie zu einem späteren Zeitpunkt für eine künstliche Befruchtung zur Verfügung. Der Kinderwunsch ist durch diese Methode auch in fortgeschrittenerem Alter noch erfüllbar, sobald für die Frau der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft gekommen ist.

Allerdings ist Social Egg Freezing in Österreich verboten.

In Österreich dürfen Eizellen nur dann entnommen und eingelagert werden, wenn die Gefahr besteht, dass aufgrund eines körperlichen Leidens oder einer Therapie (z. B. Chemotherapie), die Fortpflanzungsfähigkeit verloren geht.

Nur aus Gründen der einfacheren Familienplanung dürfen keine Eizellen kryokonserviert werden.

In Österreich ist die medizinische Notwendigkeit Voraussetzung. Diese ist unter anderen in diesen Fällen gegeben:

  • Bei Ovarialzysten oder Endometriosen: Wenn durch eine Operation Teile des Eierstocks entfernt werden müssen.
  • Bei Behandlungen, die die Eierstöcke in Mitleidenschaft ziehen.
  • Bei Autoimmunerkrankungen, wie z.B. oder Diabetes Mellitus, HashimotoThyreoiditis.
  • Bei Krebserkrankungen, bei denen durch die Chemo- oder Strahlentherapie die Eizellen zerstört oder bei denen die Eierstöcke entfernt werden müssen.

Wir führen zunächst ein Erstgespräch mit Ihnen. Danach nehmen wir alle notwendigen Untersuchungen vor. In der Regel erfolgt dann eine Hormonstimulation, wodurch mehrere Eizellen heranwachsen. Wir entnehmen die Eizellen zum optimalen Reifezeitpunkt und frieren sie in flüssigem Stickstoff ein.

Wenn möglich lagern wir bis zu 30 Eizellen ein, sodass für eine spätere künstliche Befruchtung ausreichend Eizellen vorhanden sind. Die Mehrheit der Eizellen übersteht das Einfrieren unbeschadet. Die Qualität der Eizellen nimmt nicht ab, selbst wenn sie über Jahre gelagert werden.

60 bis 85 Prozent aller Frauen, die tiefgefrorene Eizellen für eine künstliche Befruchtung einsetzen, werden schwanger. Garantie gibt es allerdings keine. Der Erfolg hängt maßgeblich vom Alter der Frau bei der Entnahme der Eizellen ab sowie davon, wie alt sie bei der Durchführung der künstlichen Befruchtung ist.

Die besten Erfolgsaussichten bestehen, wenn die Eizellen vor dem 35. Lebensjahr entnommen und kryokonserviert worden sind. Denn mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl der Eizellen ab. Gleichzeitig steigt die Gefahr von genetischen Defekten.

Eizellenspende

Ja, seit 2015 sind Eizellenspenden erlaubt.

In der Regel ja. Außer, wenn Kinderwunschpaare eine Spenderin haben.

Nein. Das entgeltliche Spenden von Eizellen ist verboten.

Nein, das Kind hat weder Unterhalts- noch Erbrechte bei der Spenderin.

Nein, Embryonenspenden sind gesetzlich verboten.

Ja, Samenspenden können durchgeführt und im Zuge von IVF-Behandlungen genutzt werden. Eine Zustimmung beider Partner ist über einen Notariatsakt nachzuweisen.

Bei einer IVF-Behandlung mit gespendeten Eizellen erfolgt die Hormonstimulation bei der Spenderin, die die Eizellen abgibt. Ansonsten ist der Behandlungsweg derselbe.

Bei der Spenderin wird für rund zwei Wochen eine Hormonstimulation durchgeführt. Die dabei wachsenden Eizellen werden dann zum optimalen Zeitpunkt entnommen und der nach der Befruchtung entstandene Embryo wird tiefgefroren. Eine Eizellenspende dauert also ungefähr drei Wochen.

Genetik - Präimplantationsdiagnostik

Mit der Präimplantationsdiagnostik klären wir ab, ob Ihre Eizellen oder Embryonen gesund sind. Sie erlaubt uns, gezielt unbelastete Eizellen bzw. Embryonen auszuwählen und genetische Defekte bei Ihrem Baby zu vermeiden.

Eine PID kann an Eizellen und Embryonen durchgeführt werden.

Voraussetzung für die Präimplantationsdiagnostik ist, dass eine künstliche Befruchtung (IVF, ICSI) erfolgt. Die Untersuchung erfolgt außerhalb des Körpers, noch bevor wir den Embryo in die Gebärmutter transferieren.

Wir unterscheiden in Polkörperdiagnostik (PKD) und Trophektodermbiopsie (TOBI). Bei der Polkörperdiagnostik klären wir ab, ob bei der Frau genetische Störungen, Gendefekte oder strukturelle Chromosomenstörungen vorliegen. Die Trophektodermbiopsie kommt vornehmlich dann zur Anwendung, wenn eine Fehl- bzw. Totgeburt oder eine konkrete Erbkrankheit vermieden werden soll.

Die Wahl des Geschlechts ist dezidiert ausgeschlossen. Außer, die befürchtete Erbkrankheit hängt mit dem Geschlecht des Kindes zusammen.

Die Untersuchungen dienen dazu, die genetisch best-geeigneten Embryonen auszuwählen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Embryo gesund ist.

Ja, da die genetisch best-geeigneten und fittesten Embryonen ausgesucht werden.

Hormonbehandlung

Die drei häufigsten Hormonstörungen, die beim Ausbleiben einer Schwangerschaft vorkommen, sind das PCO-Syndrom, Endometriose und die Gelbkörperschwäche.

Je nach Ihrer individuellen Situation verfolgen wir mit der Hormonbehandlung eines dieser drei Ziele:

  • Ihren Menstruationszyklus zu stabilisieren.
  • Die Reifung der Eizellen zu stimulieren.
  • Einen Eisprung auszulösen.

Die Hormonbehandlung erfolgt mit Tabletten oder mit Spritzen, die Sie sich selbst oder Ihr Partner Ihnen verabreichen können. Während der gesamten Behandlungszeit beobachten wir aufmerksam das Heranreifen der Eizelle. So können wir den Zeitpunkt des Eisprungs genau bestimmen.

Ungefähr jede dritte Frau wird nach einer Hormonbehandlung und in Kenntnis des günstigsten Zeitpunkts auf natürlichem Weg schwanger. Manchmal sind mehrere Behandlungen nötig, bis sich der Kinderwunsch erfüllt.

Hormontherapien können unangenehme Nebenwirkungen haben. Bei manchen Patientinnen führt die Behandlung zu Hitzewallungen, Schwindelgefühlen oder Sehstörungen. In seltenen Fällen kommt es zu einer Überstimulation.

Wir achten darauf, die Hormontherapie wohldosiert durchzuführen. Dabei handeln wir nach dem Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, damit sich die Belastungen für Sie weitestgehend in Grenzen halten.

Auch bei Männern kann der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten. Vor allem das Sexualhormon Testosteron spielt eine wichtige Rolle bei der Spermienproduktion.

Eine Hormontherapie kann Abhilfe schaffen und wesentlich zum Gelingen des Kinderwunsches beitragen.

Je nach individueller Situation führen wir die passende Therapie durch:

  • Kapseln, die täglich eingenommen werden
  • Injektionen
  • Gabe von anderen Hormonen, die die Samenproduktion anregen

Insemination

Die Insemination, die Samenübertragung, ist eine langjährig etablierte Kinderwunsch-Behandlung.

Dabei werden zum fruchtbarsten Zeitpunkt im Menstruationszyklus der Frau die Samenzellen des Mannes direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht. So können mehr Spermien die Eizelle schneller erreichen als auf natürlichem Weg.

In diesen Situationen raten wir Ihnen zur Samenübertragung:

  • Wenn Ihre Spermienqualität eingeschränkt ist: Wenn Sie zu wenige befruchtungsfähige Spermien haben oder Ihre Samenzellen zu wenig beweglich sind.
  • Wenn Sie Erektions- oder Ejakulationsprobleme haben.
  • Wenn die Spermien bei der Frau nicht bis in die Gebärmutter gelangen können.
  • Wenn der Zervixschleim beim Eisprung undurchdringbar für die Samenzellen ist.
  • Wenn Sie, zum Beispiel aufgrund von körperlichen Einschränkungen, keinen Geschlechtsverkehr haben können.

Samenübertragungen sind prinzipiell risikoarm. Dennoch können Situationen auftreten, durch die eine weitere Behandlung oder Begleitung notwendig wird:

  • Körperliche Belastungen der Frau durch die hormonelle Stimulation.
  • Infektionen.
  • Psychische Belastungen. Ein unerfüllter Kinderwunsch an sich ist für die meisten Paare bereits eine große Herausforderung. Durch die Hormonbehandlung kann es zu depressiven Stimmungen kommen, die die emotionale Belastung verstärken.

Zudem sollten Paare, die sich für eine Insemination entscheiden, sich vorab gedanklich mit dem Thema Mehrlingsschwangerschaft auseinandersetzen. In manchen Fällen werden durch die hormonelle Stimulation und das Einbringen befruchtungsfähiger Samenzellen mehrere Eizellen befruchtet.

Bei den meisten Frauen sind mehrere Versuche notwendig, bis eine Schwangerschaft eintritt. Pro Behandlungszyklus und abhängig vom Alter liegt die Schwangerschaftsrate zwischen 12 und 15 %. Aus Erfahrung wissen wir, dass es nach drei, vier erfolglosen Inseminationen zumeist besser ist, eine künstliche Befruchtung anzudenken.

Bei lesbischen Paaren liegen die Chancen auf Erfolg bei einer Insemination leicht höher, da die Betroffenen signifikant weniger unter Endometriose, PCOS und verschlossenen Eileitern leiden.

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. In den meisten Fällen sind mehrere Versuche notwendig, bis eine Schwangerschaft eintritt.

Die Befruchtung passiert auf natürliche Weise, nachdem die Samenzellen in die Gebärmutter eingebracht wurden.

Danach heißt es warten, ob eine Befruchtung stattgefunden hat.

Nach rund drei Wochen stellen wir per Schwangerschaftstest fest, ob es geklappt hat und Sie schwanger sind. Weitere drei Wochen später kann man bereits den Herzschlag des Kindes im Ultraschall feststellen.

Wichtig ist, dass der Mann zeitlich flexibel ist.

Die Insemination erfolgt stets zum günstigsten Zeitpunkt im Monatszyklus der Frau. Wenn möglich verwenden wir frische Samenzellen für die Insemination. Diese gewinnt der Partner direkt bei uns in der Wunschkind-Klinik.

Kryokonservierung

Kryokonserviert werden können Samenzellen, Eizellen und Embryonen.

Embryonen können in Österreich für zehn Jahre aufbewahrt werden.

Unbefruchtete Eizellen dürfen lebenslang aufbewahrt werden.

Für Samenzellen ist eine lebenslange Aufbewahrung erlaubt.

Bei Spermien überleben rund die Hälfte das Einfrieren und spätere Auftauen. Die restliche Menge reicht normalerweise aus, um im Zuge einer IVF oder ICSI Eizellen zu befruchten.

Die Kryokonservierung von Embryonen funktioniert weitgehend verlustfrei. Bis zu 95 % der eingefrorenen Embryonen können wieder vital aufgetaut werden.

2016 stellten chinesische Wissenschaftler fest, dass die „Baby-Take-Home-Rate“ nach einer künstlichen Befruchtung mit tiefgefrorenen Embryonen höher ist als mit frischen.

Social Egg Freezing bedeutet, Frauen frieren junge Eizellen als reproduktionstechnische Vorsorge ein. In vielen Ländern ist Egg Freezing erlaubt.

In Österreich dürfen Eizellen nur dann entnommen und eingelagert werden, wenn die Gefahr besteht, dass aufgrund eines körperlichen Leidens oder einer Therapie (z. B. Chemotherapie), die Fortpflanzungsfähigkeit verloren geht.

Nur aus Gründen der einfacheren Familienplanung dürfen keine Eizellen kryokonserviert werden.

Künstliche Befruchtung (IVF)

Wir bieten Ihnen diese Arten der künstlichen Befruchtung:

  • InVitro-Fertilisation (IVF)
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
  • PICSI (Physiologische ICSI)

Bei der In-Vitro-Fertilisation wird die Eizelle aus dem Eierstock entnommen und anschließend im Reagenzglas mit dem Samen des Mannes zusammengebracht. Die Befruchtung im Reagenzglas erfolgt auf natürlichem Weg, ohne ärztlichen Eingriff. Funktioniert die Befruchtung, setzen wir den daraus entstandenen Embryo zwei bis fünf Tage später in die Gebärmutter ein.

Im Detail läuft eine IVF in der Regel nach diesem Schema ab:

  1. Hormonbehandlung
  2. Einleitung des Eisprungs
  3. Entnahme der Eizelle
  4. Befruchtung im Labor
  5. Übertragung der Embryonen in die Gebärmutter
  6. Erfolgskontrolle

Die Chance, durch eine IVF-Behandlung schwanger zu werden, liegt bei 50 % pro Zyklus. Die Geburtenrate liegt bei 35 % pro Behandlungsdurchgang.

Der Erfolg hängt nicht nur davon ab, dass die Behandlung selbst komplikationsfrei abläuft. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft wird auch vom Alter des Kinderwunschpaares, von der hormonellen Situation und vom  Lebensstil beeinflusst. Übergewicht, Stress, Nikotin und übermäßiger Alkoholgenuss können die Erfolgsaussichten verringern.

ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist die häufigste Kinderwunschbehandlung. Sie hilft vor allem Paaren, bei denen die Fruchtbarkeit des Mannes stark eingeschränkt ist.

Der Ablauf einer ICSI entspricht mehrheitlich jenem der In-Vitro-Fertilisation. Allerdings wird bei einer ICSI eine einzelne Samenzelle mit einer Nadel direkt in eine der entnommenen Eizellen injiziert. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung. Glückt die Befruchtung, wird der so entstandene Embryo am zweiten bis sechsten Tag nach der Eizellentnahme in die Gebärmutter der Frau transferiert. Der weitere Ablauf entspricht jenem bei einer IVF-Behandlung.

Die Erfolgsaussichten der ICSI entsprechen jenen der IVF. Die Schwangerschaftsrate liegt bei 50 % pro Zyklus. Die Geburtenrate liegt bei 35 % pro Behandlungsdurchgang.

Bei einer P-ICSI (Physiologische ICSI) werden die Spermien für die ICSI selektiert.

Reife Spermien werden durch einen Hyaluronsäure-Vortest von unreifen getrennt. Bei reifen Spermien ist Hyaluron fixer Bestandteil ihrer Hülle. Unreife Spermien haben diesen Bestandteil nicht. Mit diesem Verfahren suchen wir unter dem Mikroskop eine reife Samenzelle für die ICSI-Behandlung aus.

Abgesehen von der Selektion der eingesetzten Spermien funktioniert eine P-ICSI genauso wie eine ICSI.

Die Fruchtbarkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das biologisch beste Alter für das erste Kind wäre der Zeitraum von 25 bis 35 Jahren. In diesem Alter ist der Körper am belastbarsten.

Mit steigendem Alter sinkt die Aussicht auf eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung. Daher sollten Paare, die eine Familie gründen möchten, nicht zu lange warten. Je jünger, desto höher die Erfolgsaussichten.

Fallen in einem ersten Behandlungszyklus überzählige Eizellen an, können diese kryokonserviert werden.

Bei einem weiteren Versuch kann der Frau damit die hormonelle Stimulation erspart werden.

In einem Behandlungszyklus werden in der Regel mehrere Eizellen befruchtet, aber der Frau maximal zwei Embryonen eingesetzt. Die überzähligen Embryonen werden kryokonserviert und stehen so für einen weiteren Behandlungszyklus zur Verfügung.

Psychologische Begleitung

Nein, die psychologische Begleitung ist keine Pflicht, sondern ein Angebot an Sie.

Die Kinderwunschzeit ist emotional herausfordernd. Eine psychologische Begleitung hilft, die Belastungen zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern. Mit einer guten emotionalen Basis erhöhen sich außerdem die Chancen auf das langersehnte Wunschkind.

Wir sehen es als Selbstverständlichkeit, Sie auf Wunsch auch psychologisch durch die Kinderwunschzeit zu begleiten. Unsere Therapeuten haben viel Erfahrung und helfen Ihnen je nach Ihrem persönlichen Bedarf unter anderem dabei, Spannungen zu lösen und die Kommunikation zu verbessern, die eigene Befindlichkeit auszuloten, Ihre emotionalen Bedürfnisse abzuklären, Ihre Grenzen abzustecken und Ihre emotionale Kraft zu stärken.

Ist der Kinderwunsch schon längere Zeit unerfüllt, fällt es den meisten Paaren schwer, gelassen und entspannt zu bleiben. Entspannung ist ein persönliches Thema. Es gibt dafür kein Patentrezept. Während manche im Sport auftanken, erfüllen bei anderen vielleicht ein gemütliches Abendessen oder ein paar Stunden im Lesesessel denselben Zweck. Hilfreich ist, achtsam in sich hineinzuhören und bewusst zu entscheiden, was entlastet und eine innere Auszeit verschafft.

Unterstützende Maßnahmen

TCM ist eine Jahrtausende alte Heilkunde aus China. Sie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Nach der TCM hängt die Fruchtbarkeit des Menschen von einem harmonischen Zusammenspiel der Körpersubstanzen, dem Organsystem und dem emotionalen Wohlbefinden ab. Nur, wenn ein Körper in Harmonie ist, entwickelt sich ein Baby.

Daher ist das Ziel der TCM, Harmonie und Gleichgewicht im Körper und zwischen Körper und Umwelt herzustellen.

Jede TCM-Therapie beginnt mit einem Erstgespräch. Dabei nehmen wir sämtliche Befindlichkeiten auf und analysieren unter anderem Ihre Lebensweise, die Verdauung und Ihren Stresspegel. Wir befassen uns mit dem Monatszyklus der Frau und Ihren Hormonwerten. Auch das Spermiogramm des Mannes begutachten wir ausführlich. Die Zungen- und Pulsdiagnostik ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder TCM-Sitzung.

Alle diese Informationen nutzen wir, um eine individuelle Therapie für Sie zu erarbeiten. Je nach Ihrem Bedarf setzen wir alle oder nur ausgewählte Elemente der TCM gezielt für Ihre Behandlung ein. Prinzipiell helfen Ihnen alle Behandlungsmethoden der TCM, Ihr energetisches Gleichgewicht zu festigen.

Die Akupunktur gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin. Die TCM sieht den Körper von Energieleitbahnen durchzogen, in denen die Lebensenergie fließt. Wenn diese Energie gestört ist, geraten die Körperfunktionen ins Ungleichgewicht.

Für die Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen hat sich die Akupunktur vielfach bewährt. Zahlreiche Studien haben ihre positive Wirkung bestätigt.

Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für die Fruchtbarkeit. Der Körper benötigt lebenswichtige Stoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe, um optimal zu funktionieren.

Speziell für Frauen mit Kinderwunsch ist daher eine ausgewogene Ernährung bedeutsam. Denn der Körper stellt als erstes die Fortpflanzungsfunktionen ein, wenn er nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Gesundes, vitaminreiches Essen beeinflusst den Organismus positiv und unterstützt die Fruchtbarkeit.

Dabei spielt auch das Gewicht eine fundamentale Rolle. Sowohl Unter- als auch Übergewicht wirken negativ auf die Fertilität. Dies gilt für Frauen und Männer.

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf den Körper und das Wohlbefinden aus.

Sport ist förderlich, wenn ein Kinderwunsch besteht. Denn grundsätzlich unterstützt Fitness die Fruchtbarkeit. Auch während der Schwangerschaft wirkt sich moderate körperliche Aktivität günstig aus.

Nachteilig allerdings wirkt übermäßig betriebenes Training. Wird dem Körper zu viel abverlangt, steckt er seine Kraft in die Regeneration und zieht die dafür nötige Energie von anderen Körperprozessen ab. Bewegung bis zur Erschöpfung hat eindeutige negative Effekte auf die Fruchtbarkeit.

Wir sind für Sie da!

Ordinationszeiten

Mo, Di, Mi, Fr 08:00 - 16:00
Do 08:00 - 20:00
Und nach telefonischer Vereinbarung!

Telefonische Terminvereinbarung täglich
von 08.00 - 17.00 Uhr (+43 1 402 53 41).

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