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Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel bei Kinderwunsch

Welche Vitamine sind bei Kinderwunsch wichtig?

Sechs Nährstoffe haben in Studien einen messbaren Einfluss auf die Fruchtbarkeit: Folsäure (400 µg/Tag), Vitamin D (1.000–2.000 IE), Omega-3-Fettsäuren (1.000 mg), Coenzym Q10 (Ubiquinol 100–300 mg), Eisen (Ferritin ≥ 50 ng/ml) und – bei eingeschränkter Eierstockreserve – DHEA (25–75 mg). Die optimale Einnahme beginnt 2–3 Monate vor dem geplanten Schwangerschaftsversuch.

Geschrieben von:
DDr. Jenifer Schneeweiß-Friedl (FA für Gynäkologie und Geburtshilfe | IVF-Expertin | ÖGUM Stufe I)

Dr. Maria Röthlisberger (SV der ärztlichen Leitung | FA für Gynäkologie und Geburtshilfe | IVF-Expertin | ÖGUM Stufe II)

 

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Wenn du dir ein Kind wünschst, ist es wichtig, deinen Körper auf die Anforderungen der Schwangerschaft gut vorzubereiten. So kannst du bestmögliche Startbedingungen für dein Baby schaffen und dafür sorgen, dass du körperlich gut gerüstet diese wichtige Zeit in deinem Leben genießen kannst. Eine gute Nährstoffversorgung beeinflusst sowohl die Chance auf eine Schwangerschaft als auch den Verlauf der ersten Schwangerschaftswochen.

Nicht immer gelingt es, dem Körper durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung alle notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Dann können Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel wertvolle Dienste leisten. Sprich vor der Einnahme mit deinem Arzt, bevor du beliebige Mittel aus dem Handel einnimmst. Du solltest nur solche Präparate verwenden, die auf deine individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. So kannst du unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder unerwartete gesundheitliche Probleme vermeiden.

In der Kinderwunschklinik Wien unterstützen wir dich bei der Wahl der richtigen Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr zur Ursachenklärung findest du im Beitrag Gründe für unerfüllten Kinderwunsch und zur Behandlung in unserem Überblick IVF – Künstliche Befruchtung.

Arztzitat - Dr. Mathias Brunbauer

DDr. Jenifer Schneeweiß-Friedl 

FA für Gynäkologie und Geburtshilfe | IVF-Expertin | ÖGUM Stufe I

Eine gute Nährstoffversorgung ist für dich und dein Baby von entscheidender Bedeutung.

Vitamine bei Kinderwunsch im Überblick – Dosierung auf einen Blick

Nährstoff Tagesdosis (Frau) Wann beginnen? Wofür wirkt es?
Folsäure 400 µg 2–3 Mon. vorher Neuralrohr, Zellteilung
Vitamin D 1.000–2.000 IE sofort, ganzjährig Hormonregulation, Eisprung
Omega-3 (EPA/DHA) 1.000 mg 2–3 Mon. vorher Eizellqualität, Hirnentwicklung
Coenzym Q10 (Ubiquinol) 100–300 mg 3 Mon. vor IVF Mitochondrien-Energie, Eizellqualität
Eisen Ferritin ≥ 50 ng/ml bei Mangel sofort Ovulation, Blutbildung
DHEA 25–75 mg nur bei Indikation bei Low Responder, IVF
Zink 10–15 mg 2–3 Mon. vorher Hormonbalance, Zellteilung
Selen 60–70 µg 2–3 Mon. vorher Schilddrüse, oxidativer Schutz
Vitamin B12 4 µg 2–3 Mon. vorher Methylierung mit Folsäure
Jod 150–200 µg 2–3 Mon. vorher Schilddrüse, Embryonalentwicklung

Welche „Schwangerschaftsvitamine“ sind wichtig?

Oft werden wir gefragt, welche „Schwangerschaftsvitamine“ nützlich sind, welche Nährstoffe die Spermienqualität verbessern und welche für eine Verbesserung der Fruchtbarkeit bei der Frau sorgen. Die wichtigsten Nährstoffe, die für die Erfüllung deines Kinderwunschs und einen guten Schwangerschaftsverlauf unerlässlich sind, sind diese: Folsäure, Vitamin D, Omega 3 Fettsäuren, das CoEnzym Q10 und DHEA.

Folsäure – essenziell für den Kinderwunsch

Folsäure (Folate) sind B-Vitamine, die über die Nahrung aufgenommen werden und im Körper viele wichtige zelluläre Prozesse wie Zellteilung und Zellwachstum regulieren. Ein Folsäuremangel wirkt sich negativ auf Zellbildung und Wachstumsprozesse aus. Folsäure ist daher besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft wichtig; ein Mangel kann in diesem Stadium Fehlbildungen beim Embryo bewirken. Ein mit Folsäure unterversorgter Embryo hat ein erhöhtes Risiko für sogenannte Neuralrohrdefekte, z. B. Spina bifida (ein sogenannter „offener Rücken“) und Anenzephalie (ein Fehlen des Großhirns).

Viele Lebensmittel enthalten Folsäure, darunter z. B. Blattgemüse wie Spinat und Salate, Tomaten, Eier, Kartoffeln Nüsse, Sprossen, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide. Trotzdem gelingt es selbst ernährungsbewussten Menschen nicht immer, ihren Folsäurebedarf über die Nahrung zu decken. Daher empfiehlt es sich bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen. Die empfohlene Dosis beträgt 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung. Um die Folsäurespeicher des Körpers rechtzeitig zu füllen, solltest du mit der Einnahme von Folsäure bereits zwei bis drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft beginnen.

Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren, die den Aufbau der Zellmembran fördern, sie sozusagen geschmeidig machen. Während der Schwangerschaft und bei der embryonalen Entwicklung spielen sie eine bedeutende Rolle, insbesondere bei Entwicklung von Hirn und Sehkraft. Sie beeinflussen auch die Fruchtbarkeit, da sie für die Eizellqualität eine wichtige Rolle spielen.

Der menschliche Körper kann Omega 3 Fettsäuren nicht selbst herstellen und muss sie von extern bekommen, durch die Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel. Omega 3 Fettsäuren kommen in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Omega 3 ist in Meeresfisch wie Lachs oder Makrele oder in Leinsamen enthalten. Die empfohlene Dosis für Nahrungsergänzungsmittel sind 1000 mg Omega 3 am Tag.

Vitamin D

Vitamin D ist unverzichtbar, wenn es um einen erfolgreichen Kinderwunsch geht. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Hormonspiegels und bei der Fruchtbarkeit. Vitamin D kann dazu beitragen, den Eisprung zu regulieren und die Produktion von Sexualhormonen zu verbessern. Zudem kann es auch die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöhen.

Vitamin D ist eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die wichtig für den Kalziumhaushalt und für die Knochen ist. Der Körper kann das Vitamin sowohl über die Nahrung aufnehmen als auch mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf den Kinderwunsch auswirken. Laut Studien haben Frauen mit ausreichendem Vitamin D-Spiegel deutlich höhere Chancen auf eine Schwangerschaft als Frauen mit einem Vitamin D-Mangel.

Kläre daher bei deinem Arzt ab, ob bei dir ein Mangel an Vitamin D vorliegt und, wenn ja, welches Präparat du zum Ausgleich einnehmen solltest.

Wie viel Vitamin D bei Kinderwunsch?

Der angestrebte 25-OH-Vitamin-D-Spiegel im Blut liegt bei 30–60 ng/ml (75–150 nmol/l). In Österreich erreichen viele Frauen diesen Wert von Oktober bis April nicht aus eigener Sonnensynthese. Eine tägliche Substitution von 1.000–2.000 IE ist für die meisten erwachsenen Frauen sicher; bei nachgewiesenem Mangel werden initial höhere Dosen verordnet. Den eigenen Spiegel lässt du beim Hausarzt oder bei uns im Rahmen der Diagnostik bestimmen.

Arztzitat - Dr. Mathias Brunbauer

Dr. Maria Röthlisberger

SV der ärztlichen Leitung | FA für Gynäkologie und Geburtshilfe | IVF-Expertin | ÖGUM Stufe II

Frauen mit ausreichendem Vitamin D-Spiegel haben laut Studien deutlich höhere Chancen auf eine Schwangerschaft als Frauen mit einem Mangel.

CoEnzym Q10

CoEnzym Q10 ist eine Vorläufersubstanz, die den Mitochondrien (dem Kraftwerk der Zelle) Energie gibt. Dies ist wichtig z. B. für Prozesse der Zellteilung. Studien zeigen, dass die CoEnzym Q10 Ebenen in den Spermien entscheidend sind für eine gute Reproduktionsfunktion. Es hilft dem Körper, Energie zu erzeugen und verbessert die Spermienqualität.

Durch die Substitution von CoEnzym Q10 sollen Zellteilungen leichter ablaufen und es dabei zu weniger Chromosomenfehlverteilungen kommen. Dies ist besonders wichtig im Rahmen der Zellteilung bei der Entstehung der Eizelle. Durch CoEnzym Q10 soll sich die Qualität der Eizellen verbessern und die Zahl an genetisch auffälligen Eizellen sinken. Von der bioaktivierten Form (Ubiquinol) sind 100-300mg am Tag empfohlen. In manchen Nahrungsergänzungsmitteln ist CoEnzym Q10 in der nicht aktivierten Form vorhanden (Ubiquinon), hiervon sollte dann die doppelte Dosis eingenommen werden (200-600mg pro Tag).

DHEA

DHEA (Dehydroepiandrosterone) ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich in der Nebennierenrinde entsteht, aber auch zu einem kleinen Teil im Eierstock. Es ist ein Vorläufer von Östrogen und auch die Hauptquelle für die männlichen Geschlechtshormone bei Frauen. Außerdem spielt es eine Rolle in der Entwicklung von Follikeln im Eierstock. Daher wurde vermutet, dass die Einnahme von DHEA vor und während einer IVF-Behandlung, einen Vorteil bringen könnte. In Studien konnte diese Wirkung jedoch nicht eindeutig bewiesen werden.

Da die Einnahme von DHEA auch Nebenwirkungen wie Akne verursachen kann, wird es in IVF-Zentren nur bei Frauen eingesetzt, die auf eine Stimulation nur eingeschränkt ansprechen. Die empfohlene Dosis von DHEA ist 25-75mg pro Tag.

Eisen

Eisen ist ein essenzielles Element, das für den Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung ist und auch bei der Blutbildung eine wichtige Rolle spielt. Zudem ist es für die Bildung von Hormonen, Enzymen und Immunsystemproteinen relevant. Um die besten Voraussetzungen für eine gute Schwangerschaft und eine optimale Entwicklung des Kindes zu schaffen, sollten Frauen mit Kinderwunsch daher bei der Familienplanung auch an ihren Eisenstatus denken.

Studien haben gezeigt, dass Frauen mit höheren Eisenspiegeln höhere Chancen haben, schwanger zu werden. Denn ein geordneter Eisprung – genannt Ovulation – findet eher statt, wenn die Eisenversorgung genügend hoch ist.

Eine adäquate Eisenbalance während der Schwangerschaft ist nur gewährleistet, wenn bei Schwangerschaftsbeginn ein ausreichend gefüllter Eisenspeicher vorhanden ist – der Ferritin-Wert sollte bei mindestens 50 ng/ml liegen. Bei vielen Frauen im gebärfähigen Alter ist das nicht der Fall.

Wie erkennst du einen Eisenmangel?

Müdigkeit, blasse Haut, Haarausfall, Konzentrationsprobleme und Belastungs-Atemnot sind die häufigsten Anzeichen. Diagnostisch zählt nicht nur das Hämoglobin, sondern vor allem das Ferritin (Speichereisen) – Werte unter 30 ng/ml gelten bei Kinderwunsch als zu niedrig, ideal sind 50–100 ng/ml. Eisen aus tierischen Quellen (Häm-Eisen) wird besser aufgenommen als pflanzliches; Vitamin C zur Mahlzeit verbessert die Resorption deutlich, Kaffee und Tee blockieren sie. Bei nachgewiesenem Mangel ist orale Substitution erste Wahl, in Sonderfällen eine Eisen-Infusion.

Myo-Inositol – Standard bei PMO-Syndrom

Was ist Myo-Inositol – und für wen ist es relevant?

Etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter ist vom Polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom(PMOS) betroffen. Typisch dafür: unregelmäßige Zyklen, Insulinresistenz und erhöhte männliche Hormone. PMOS zählt zu den häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch – und gleichzeitig zu den am besten behandelbaren.

Myo-Inositol ist ein zuckerähnlicher Stoff, der die Insulinsensitivität verbessert. Bei PMOS-Patientinnen normalisiert sich darüber oft auch die Ovarfunktion: Der Eisprung kommt zurück, die Zyklen werden regelmäßiger, die Eizellqualität verbessert sich.

Aktuelle Meta-Analysen aus der Reproduktionsmedizin zeigen bei PMOS-Patientinnen unter Inositol-Supplementierung deutlich höhere klinische Schwangerschaftsraten und mehr hochqualitative Embryonen. In Kombination mit D-Chiro-Inositol im physiologischen Verhältnis 40:1 ist es heute Therapie-Standard.

Standarddosierung bei Kinderwunsch:

  • 4 g Myo-Inositol + 100 mg D-Chiro-Inositol pro Tag
  • Kombiniert mit 400 µg Folsäure
  • Mindestens 3 Monate vor Konzeption beginnen

Wichtig: Myo-Inositol ersetzt kein Metformin, wenn dafür eine ärztliche Indikation besteht. Beides kann sich ergänzen – der Weg wird individuell entschieden. Falls du nicht weißt, ob du betroffen bist: Eine Diagnostik klärt das in einem Termin.

 

Eizellqualität verbessern – was wirklich wirkt

Kann man die Eizellqualität verbessern?

Die Anzahl der Eizellen lässt sich nicht steigern – die Qualität der reifenden Eizellen aber sehr wohl. Die letzten 90–100 Tage vor dem Eisprung sind das Zeitfenster, in dem Lebensstil und gezielte Mikronährstoffe messbaren Einfluss haben. Drei Hebel haben in Studien die stärkste Evidenz: Coenzym Q10 (Ubiquinol) zur Mitochondrien-Energie, Omega-3-Fettsäuren für die Membran-Geschmeidigkeit und Vitamin D zur Hormonregulation.

 

Was über die Nährstoffe hinaus zählt:

Schlaf (7–9 Stunden), kein Nikotin, moderater Alkohol, normaler BMI, kein chronischer Stress – diese fünf Faktoren wirken in derselben Größenordnung wie ein gut eingestelltes Nahrungsergänzungs-Protokoll. Bei Frauen über 40 oder mit reduzierter Eierstockreserve (niedriger AMH-Wert) wird das Q10-Protokoll häufig mit DHEA ergänzt – aber nur unter ärztlicher Indikation.

Tiefere Einblicke in die Behandlungsplanung ab 40 findest du im Beitrag Schwanger ab 40.

Nahrungsergänzung beim Mann – Spermienqualität gezielt unterstützen

Welche Nahrungsergänzung verbessert die Spermienqualität?

Spermien reifen rund 72 Tage. Wer Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie beeinflussen will, beginnt mindestens drei Monate vor dem geplanten Behandlungszyklus. Studien zeigen die robustesten Effekte für Coenzym Q10 (200 mg/Tag), L-Carnitin (1–3 g), Zink (15 mg), Selen (55–100 µg) und Folsäure (400 µg) – meist in Kombination als Fertilitäts-Komplexpräparat.

 

Vor jeder Substitution gehört ein Spermiogramm – sonst weißt du nicht, ob und welche Werte verbesserungsbedürftig sind. Lebensstil-Faktoren bleiben die größten Hebel: keine Saunabesuche und kein Notebook am Schoß während der Reifephase, kein Nikotin, moderater Alkohol, ausreichend Schlaf.

Arztzitat - Dr. Mathias Brunbauer

Dr. Mathias Brunbauer

Ärztlicher Leiter | FA für Gynäkologie und Geburtshilfe | IVF-Spezialist

Kein Mann braucht sich vor einem Spermiogramm zu fürchten. Ein schlechtes Ergebnis ist kein Urteil – es ist eine Information, die wir nutzen können. Mit gezielten Nährstoffen und Lebensstil-Anpassungen lassen sich Spermienparameter in 3 bis 6 Monaten messbar verbessern.

Fazit

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel können eine große Hilfe sein, wenn du deinen Körper auf die gewünschte Schwangerschaft vorbereiten und deinem Kind optimale Bedingungen für seine Entwicklung bieten möchtest. Sie ergänzen eine gesunde Ernährung mit reichlich frischem Obst und Gemüse. Kläre mit deinem behandelnden Arzt ab, ob dein Körper über ausreichend Vitamine und Mineralstoffe verfügt oder ob du Nahrungsergänzungsmittel nutzen solltest, um dir deinen Kinderwunsch zu erfüllen.

HÄUFIGE FRAGEN UNSERER PATIENTINNEN

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Wir haben für Sie die häufigsten Fragen zusammengestellt. Weitere Themen finden Sie in unseren gesammelten FAQs. Falls Sie weitere Fragen haben, sind wir gerne telefonisch (Tel.: +43 (0)1 402 53 41) für Sie da!

Folsäure ist ein essenzieller Bestandteil beim Zellaufbau und trägt außerdem zur Blutbildung bei. Deshalb ist es besonders wichtig für die Entwicklung des Babys. Für Paare, die einen Kinderwunsch haben, kann es sinnvoll sein, mindestens drei Monate vor der Familienplanung mit der Einnahme von Folsäure anzufangen. Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich eventuelle Mangelerscheinungen frühzeitig erkennen und behandeln. Bevor du mit der Einnahme von Folsäure startest, solltest du Rücksprache mit deinem Arzt halten.

Wenn die Nährstoffversorgung über eine ausgewogene Ernährung nicht gewährleistet ist und der Arzt dir empfiehlt, Vitamine einzunehmen, frage ihn am besten nach den für deine persönliche gesundheitliche Situation passenden Präparaten. Besonders wichtig sind Folsäure, Omega 3 Fettsäuren, CoEnzym Q10 und DHEA.

Zusätzlich zu Folsäure und Vitaminen spielen Omega 3 Fettsäuren, CoEnzym Q10 und DHEA eine wichtige Rolle bei der Versorgung des Körpers in der Schwangerschaft. Frag daher deinen behandelnden Arzt, ob du entsprechende Präparate einnehmen sollst und halte dich an seine Empfehlung. So kannst du deinen Körper optimal für die geplante Schwangerschaft vorbereiten und deinem Kind von Beginn an ideale Bedingungen bieten.

Mindestens acht Wochen vor dem geplanten Schwangerschaftsversuch, ideal sind zwölf Wochen. So sind die Speicher gefüllt, wenn das Neuralrohr sich schließt – dieser Prozess startet zwei Wochen nach Befruchtung und ist nach vier Wochen abgeschlossen.

Ubiquinol – die bioaktivierte Form – wird vom Körper besser aufgenommen als Ubiquinon. Empfohlene Tagesdosis: 100–300 mg Ubiquinol oder 200–600 mg Ubiquinon, beginnend etwa drei Monate vor einem geplanten IVF-Zyklus.

Bei Frauen mit niedrigem AMH-Wert oder schlechter Eizell-Antwort auf Stimulation kann DHEA (25–75 mg) die Anzahl gewonnener Eizellen erhöhen – die Studienlage ist gemischt, aber positiv. Wegen möglicher Nebenwirkungen wie Akne oder Stimmungsänderungen ist DHEA nur unter ärztlicher Begleitung sinnvoll.

Ja. Tagesdosen über 4.000 IE ohne ärztliche Indikation können den Kalziumspiegel kritisch erhöhen. Sinnvoll ist deshalb, vor der Substitution den 25-OH-Vitamin-D-Spiegel zu messen und die Dosis daran auszurichten.

Eine Basis-Bluttestung (Vitamin D, Ferritin, B12, Schilddrüsenwerte) kostet je nach Labor und Umfang zwischen 80 und 180 Euro. Bei uns ist diese Diagnostik Teil des Erstgesprächs – Termin auf Wunsch direkt mit allen relevanten Werten.

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